Mia Sophie auf Curacao vom 15.11.2016 - 05.12.2016

Mias Mutter berichtet: „Mia ahnte schon das irgendetwas heute anders war, 2 Stunden früher aufstehen als sonst. Aber sie war sehr vergnügt.

Wir (Mama und Papa) hatten schon mächtig schiss vor dem Flug 10 1/2 Stunden. Schiss davor, dass Mia wieder einer ihrer berühmtberüchtigten Schreiattacken in seeeehr schrillen Tönen im Flugzeug haben könnte, die auch mal locker 6 Stunden gehen können.

Aber es war alles ganz easy... der Flug ging relativ schnell und vor allem relativ ruhig von statten, Mia spielte viel mit ihrer Knisterfolie (ihr Rettungsanker in allen Lebenslagen)

Dort angekommen entspannte sich Mia sofort durch das schöne warme Klima. Die erste Woche waren wir erst einmal nur da, um Mia an die Zeitverschiebung zu gewöhnen (5 Stunden). Dieser Plan war auch gut, die Zeit hat sie gebraucht um sich umzustellen.

Der 21.11.16 war der erste Therapietag. Die Therapeutin, Praktikantin, wir Eltern und natürlich Mia hatten erst einmal darüber gesprochen, wer wir sind, warum wir da sind, was unsere Ziele sind etc.

Nach dem Gespräch ist Mia mit ihrer Therapeutin (Naemi) und ihrer Praktikantin (Jana) zur Ergotherapie gegangen (so fängt ein Therapietag an) nach einer halben Stunde Ergo wurde dann der Neoprenanzug angezogen und die drei inkl. der Delphintrainerin sind zu den Delphinen ans Dock gegangen.
Mia hat den Delphin Bonnie bekommen. Bonnie ist die älteste Delphindame dort und von allen die ruhigste. Bonnie hatte ein Delphinbaby dabei, Sami (1 Jahr alt). Sami ist immer mitgeschwommen.

Nun begann die Wasser- und Delphinzeit. Eine halbe Stunde gings ins Wasser zu Bonnie und Sami zusammen mit Naemi. Mia hat Bonnie über Stangen springen lassen, hat sich an ihr festgehalten, sie haben zusammen getanzt (was Mia nicht schön fand, da dies eine ziemliche Spritzerei war und Mia Salzwasser in den Augen hasst), Mia wurde umarmt (das wiederrum fand sie super) usw...

Nach der halben Stunde war noch mal 15 Minuten Ergo am Dock und dann ging es noch mal knapp 20 Minuten ins Wasser.

Nach der Therapie springen die Delphine für die Kinder und zeigen "Kunststücke" und ganz am Ende wird den Kindern zugewunken.

So verläuft ungefähr jeder Tag von montags bis freitags. Am Wochenende war Erholung angesagt, da die Therapie schon sehr anstrengend für die Mäuse ist.

Mia hat nach der Therapie meist 2 Stunden geschlafen.

In den ersten Tagen haben wir gemerkt das Mia sich langsam verändert. Sie schrie weniger, wurde aufmerksamer, interessierte sich für ihre Umwelt und wollte auf einmal stückiges Essen haben (war vorher nicht denkbar war). In der zweiten Woche fing sie dann das Kauen an. Vorher hat sie ihr Essen meist nur am Gaumen zerdrückt und dann geschluckt.

Ihre Körperstabilität hat deutlich zu genommen und sie wollte ohne Geschrei sogar stehen. Natürlich mit super viel Unterstützung. Aber der Stand war voher immer mit viel Gebrüll verbunden.

Alles in allem war für Mia Curacao ein voller Erfolg und wir sind froh das wir diesen sehr teuren Therapieversuch gewagt haben. 2018 geht es nochmal zu den Delphinen nach Curacao."