Vortrag von Mrs. Judy Lariviere, Kommunikationslehrerin: Schlüsselworte „Kompentenz vermuten“ auf der CDKL5-Familienkonferenz in Denver

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Vortrag von Mrs. Judy Lariviere, Kommunikationslehrerin: Schlüsselworte
„Kompentenz vermuten“ in Richtung Lösungen und Erfolg gehen.

Zusammenfassung von Kathrin Kunkel, Mutter von Rosa mit CDKL5.

Es handelt sich um einen Ansatz, bei dem die individuellen Fähigkeiten der Patienten erkannt werden
sollen.

Judy ́s Erfahrung ist es, dass jedes Kind/Erwachsener fähig ist zu lernen, und mit anderen in Verbindung
zu treten, wenn ihnen die Möglichkeit dazu gegeben wird, und wenn ihre Kommunikationspartner vorab
davon ausgehen, dass das Kind oder der Erwachsene über die Fähigkeit dazu verfügt.
Es gibt den angeborenen Wunsch nach einer Verbindung und nach Kommunikation mit Anderen.
Die Basis für Therapeuten/Eltern/Pfleger den ist, dass man Kompentenz vermutet.
Sie nennt die Therapeuten/Eltern/Pfleger „Detektive“ und gibt das Schlagwort: „erreichen und lehren“.
(reach and teach). Englisch bringt es of so schön auf den Punkt.
Judy zeigt ein Video wie sie mit einem CDKL5-Kind am TOBI, Communicator 5, arbeitet. Das kind
wählt ein Musikstück kurzes Fixieren aus.

Im Video sieht man, dass das Kind abgelenkt wird. Der Therapeuten/Eltern/Pfleger sollte immer darauf
achten, ob alles (Hunger?, Durst?, Fitness, Müde?) in Ordnung ist und darauf Rücksicht nehmen.
Dem Kind sollte geholfen werden in eine gute Stimmung für die Aufnahmebereitschaft zu kommen. Sie
nennt hierfür die sensorische Regulation. Ich glaube sie meinte, dass man mit Hilfe von einer bequemen
Sitzmöglichkeit, guter Halt die Kinder beruhigen und aufnahmebereiter einstimmen kann.
Im Video sieht man schön, dass das Kind auch mit einem Seitenblick absichtlich die Seite „etwas stimmt
nicht“ (wir haben kein TOBI, daher weiß ich nicht, ob das der Deutsche Name der Seite ist). Judy gibt
den Tip, dass man davon ausgehen soll, dass das Kind die Seite absichtlich gewählt hat und nicht dass es
unabsichtlich geschehen ist. Vermute Absicht und beobachte die Körpersprache.
Judy informiert, dass es andere Kommunikationsgeräte gibt, z.b. das Ipad, oder einen Schalter (sie stellt
einen Schalter vor, der mehrere Sequenzen aufnehmen kann)

Das war der erste Vortrag für mich und es war eine tolle Stimmung. Judy war sehr motivierend,
mitreissend, so dass ich gern alles gleich ausprobieren möchte. Meine Tochter Rosa hat
Kommunikationsunterricht und jetzt auch einen BicMac, der eine Sequenz aufnehmen kann. Ich frage
mich, ob das genug ist, ob wir ihr genug anbieten?! Rosa ist oft nicht in Stimmung zur Aufnahme und sie
dahin zu bringen auch nicht immer möglich. Daher ist auch die Zeit für das Lernen sehr knapp bemessen.
Daher kann ich mir meine Frage wohl beantworten mit „ ja, wir tun genug!“.

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